Arbeitslosigkeit & Ältere

06.12.17 - Weshalb die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 50 Jahren weniger sinkt?



Der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung in Österreich und das damit verbundene Beschäftigungswachstum lassen die Arbeitslosigkeit weiter sinken. Im November 2017 sank die Zahl der beim AMS als arbeitslos vorgemerkten Personen gegenüber dem Vorjahr um 8,1 % auf 326.876. Inklusive Personen in Schulungen sank die Zahl um 5,7% auf 404.699. Für 50- bis 64-Jährige fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit mit 2,0 % vergleichsweise gering aus (inklusive Personen in Schulungen -1,4 %). Das hat vor allem zwei Gründe: Erstens gibt es immer mehr ältere Menschen, die auch vermehrt noch auf dem Arbeitsmarkt aktiv sind. Zweitens ist diese Altersgruppe überproportional von verfestigter Arbeitslosigkeit betroffen.

Während die gesamte Bevölkerung im Erwerbsalter (15 bis 64 Jahre) seit 2008 kaum zugenommen und im Süden Österreichs (mit Ausnahme städtischer Regionen) sowie in peripheren Regionen (z.B. im Waldviertel und Südburgenland) sogar abgenommen hat, ist die Zahl der Personen ab 50 Jahren flächendeckend und teilweise sehr deutlich gestiegen. Es gibt also mehr Personen im Alter 50 bis 64 Jahre. Ihr Anteil an der gesamten Erwerbsbevölkerung ist (zu Jahresbeginn gemessen) von 18% im Jahr 2008 auf 21% im Jahr 2017 gestiegen. Zudem reagiert die Arbeitslosenquote der Älteren tendenziell schwächer auf konjunkturelle Schwankungen als jene der Jüngeren.

Mehr Infos dazu im aktuellen AMS-Spezialthema 11/2017 das Sie hier downloaden können.


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